Éric Rochant

Regie

Wie kam es zu diesem Projekt?

Die Entstehungsgeschichte von DIE MÖBIUS AFFÄRE ist ein bisschen kompliziert. Zunächst war es meine Freundin, die mir vorgeschlagen hat, mal einen Film im Stil von Hitchcocks „Berüchtigt“ zu machen. Weil ich diesen Film besonders verehre, behielt ich die Idee im Hinterkopf. Später haben mir meine Produzenten Eric Juhérian und Mathias Rubin von RÉCIFILMS, mit denen ich bereits an „L’ecole pour tous“ gearbeitet hatte, vorgeschlagen, ein etwas ehrgeizigeres Projekt im Stil von „Staatsauftrag: Mord“ anzugehen. Ich habe mir gedacht, dass „Berüchtigt“ zwar eine Art Spionagefilm ist, in erster Linie aber eine Liebesgeschichte erzählt. Also habe ich beschlossen, einen Film zu machen, der eine Liebesgeschichte im Kontext eines Spionagefilms erzählt, was durchaus ehrgeizig ist! Schließlich kam noch ein drittes Element hinzu: Ich hatte nämlich schon seit einiger Zeit an einem Drehbuch über die Finanzwelt und das Thema Geldwäsche gearbeitet. In dieser Geschichte gab es eine Heldin, die jetzt ihren Platz in DIE MÖBIUS AFFÄRE gefunden hat.

Warum haben Sie Ihrer Spionagegeschichte eine internationale Dimension gegeben?

Die mythischsten Spionagedienste in der Welt der Geheimdienste werden von den Engländern, den Amerikanern, den Russen und den Israelis betrieben. Eine Spionagegeschichte nur in Frankreich zu erzählen, funktioniert deshalb nicht richtig, weil die Einsätze hier vergleichsweise unspektakulär sind. Wenn man in der Presse nach den großen Einsätzen des französischen Geheimdienstes sucht, dann findet man die Ben-Barka-Affäre oder die Geschichte rund um die Rainbow Warrior. Es ist also nur logisch, einen Spionagefilm über den Mossad zu drehen oder die Geheimdienste der Amerikaner und Russen zu inszenieren.

Wie beurteilen Sie die Zukunft des Spionagefilms?

Ich glaube, dass das Genre noch eine große Zukunft hat. Das wird es so lange geben, wie es Spionage gibt. Und die wird es so lange geben, wie es Grenzen, Nationen, Länder und Konflikte gibt. Ich erkenne auch verschiedene Stile innerhalb des Genres. Der Kalte Krieg hat mit seinem Ost-West-Konflikt ein paar großartige Spionagefilme ermöglicht. Dann gab es den Kampf gegen Terrorismus, der eher Actionfilme inspiriert hat. Und die Menschheit wird ihre Welt der Geheimnisse nicht einfach bis morgen abschaffen. Trotzdem entsteht natürlich mit aktuellen TV-Serien eine ernsthafte Konkurrenz für das Kino, weil das Format perfekt dazu geeignet ist, sich den Details einer Intrige zu widmen, tief in die Psychologie ihrer Figuren einzutauchen und die Komplexität dieses Universums zu vermitteln.

JETZT AUF BLU-RAY, DVD UND
ALS VIDEO ON DEMAND

JETZT AUF BLU-RAY, DVD UND
ALS VIDEO ON DEMAND

schließen